Tipps für die Inhaltsangabe

1. Vorgehensweise

Bevor du mit der eigentlichen Inhaltsangabe beginnst solltest du ein paar Dinge als Vorarbeit leisten:

 

- Text gründlich am Stück durchlesen

- wichtige und sinntragende Stellen im Text unterstreichen

- den Text in Abschnitte gliedern

- zu jedem Textabschnitt eine Überschrift (ein Stichwort) finden

- eventuell Randnotitzen machen

 

Besonders geeignet um den Inhalt eines Textes zu erfassen und zu verstehen ist die 5-Schritt-Methode, die hier erklärt wird. Danach kannst du die eigentliche Inhaltsangabe schreiben.

2. Aufbau

Eine Inhaltsangabe ist, wie jeder Deutschaufsatz, in Einleitung, Hauptteil und Schluss gegliedert. In der Einleitung werden Titel, Autor, Textart, Textquelle genannt. Bei literarischen Texten (Kurzgeschichten, Romane, Erzählungen, ...) werden in der Einleitung außerdem Ort, Zeit und Hauptpersonen der Handlung genannt. Dann wird in einem zusammenfassenden Satz (höchstens zwei) die Keraussage des Textes zusammengefasst. Im Hauptteil wird das Wichtigste der Handlung in der zeitlich korrekten Reihenfolge wiedergegeben. Im Schluss wird eine eigene Meinung oder die Aussageabsicht des Textes niedergeschrieben.

Aufbau einer Inhaltsangabe

3. Sprache und Form

Sinn einer Inhaltsangabe ist es jemanden über den Inhalt eines Textes, Buches oder Filmes zu informieren. Deshalb gelten für die Sprache bzw. den Stil einer Inhaltsangabe folgende Regeln:

 

- klare, leicht verständliche Sätze

- neutraler, sachlicher Stil (keine eigene Meinung)

- direkte Rede in indirekte Rede umwandeln

- Zeitform. Präsens (Gegenwart)

 

Die Länge der reinen Inhaltsangabe sollte (als Richtwert) höchstens 1/4 des Originaltextes betragen. Beschränke dich deshalb auf den wesentlichen Inhalt und lasse alle ausschmückenden und unwichtigen Teile des Originaltextes weg.

4. Allgemeine Regeln

- Der Aufbau ist übersichtlich.
- Man schreibt im Präsens bzw. bei Vorzeitigkeit im Perfekt,
  damit die jeweilige Geschichte vergegenwärtigt wird.
- Man konzentriert sich auf das zum Verständnis Notwendige,

  nicht auf Einzelheiten.
- Es werden keine Zitate aus dem Text verwendet.
- Die direkte Rede wird nicht verwendet. Die indirekte Rede

  wird nur dann eingesetzt, wenn es sich vom Textverständnis

  her nicht vermeiden lässt.
- Es wird eine sachliche und nüchterne Sprache verwendet.
- Eine Inhaltsangabe ist logisch, chronologisc  (in der richtigen

  zeitlichen Reihenfolge), nachvollziehbar und inhaltsgetreu.
- Wiederholungen aller Art werden vermieden, es wird abwechslungsreich geschrieben.
- Es wird aus der Sicht eines „allwissenden Erzählers“ geschrieben.

Alte Bücher liegen auf einem Tisch
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